24. Mai–22. Juni 2017
»Walking on the moon« / »On the way« / Ausstellung von Diana Juneck
Die Ausstellung »Entscheidungen« vereint eigene künstlerische Arbeiten (»Walking on the moon«) von Diana Juneck mit inszenierten Portraits (»On the way«), die in einem Workshop mit und von Geflüchteten entstanden. Die Projekte, die formal nicht unterschiedlicher sein könnten, verbinden sich in einem Raum und lassen die Betrachtenden etwas Neues und Einzigartiges entwickeln.
Eine Entscheidung treffen bedeutet, einen Prozess zu durchleben. Hier geht es um Entscheidungen, die das Leben verändern. Dieser Prozess ist nicht gleichförmig, es wechseln sich emotionale und rationale Schübe ab. Die Werke vermitteln ein Wechselspiel zwischen Fühlen und Sehen, von Erinnerungen und Entscheidungen. Diana Juneck visualisiert innere und äußere Zustände mit Hilfe verschiedener Darstellungsformen: Video, Fotografie, Objekt.
Diana Juneck wurde 1981 in Halle an der Saale geboren. Seit sie als freischaffende Fotografin und Kunst- und Kulturpädagogin arbeitet, realisiert sie vielfältige fotografische und künstlerische Projekte. Sie veröffentlichte ihre Arbeiten in Magazinen und stellte in verschiedenen Ländern und bei Kunstfestivals aus. Ihr Suchen geht von grundlegenden Fragen aus, die sie an sich und das Leben stellt. Diesen Forschungsansatz trägt sie sowohl an größere Zusammenhänge als auch an ihre Familie, Freunde und das nachbarschaftliche Umfeld heran.
Ausstellung 24. Mai–22. Juni 2017
Öffnungszeiten: Mo–Mi 14–18 Uhr, Do 17–19 Uhr, Fr 16–20 Uhr
Mi 24. Mai, 19–21 Uhr
Vernissage
Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de
Begleitprogramm:
Do 1. Juni, 19–21 Uhr
Entscheidung für Gerechtigkeit: Wie ist soziale Politik möglich?
Die Wirtschaftsdaten sind gut – aber nicht alle haben Teil am relativen Wohlstand. Die Schere zwischen Arm und Reich geht seit Jahren auseinander, die Bildungschancen sind ungleich verteilt und vieles mehr. Was kann, was muss getan werden, um eine Politik für mehr Gerechtigkeit zu realisieren? Wenn von »hart arbeitenden Menschen« gesprochen wird, ist dann auch die zunehmende Zahl von Menschen in der Kunst und Kreativwirtschaft gemeint, die oft unter prekären Bedingungen arbeiten? Was ist nach dem Ende des Normalarbeitsverhältnisses sozial gerecht?
Mit: Klaus Barthel (Mitglied des Bundestags, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD), Diana Juneck (Künstlerin), Christophe Knoch (Sprecher der Koalition der Freien Szene Berlin)
Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de
Do 8. Juni, 19–21 Uhr
Migrationsentscheidung und Bildungsperspektiven: Gekommen um zu bleiben
Vor mehr als einem halben Jahrhundert begann Deutschland, Arbeitskräfte anzuwerben. Viele dieser »Gastarbeiter« entschieden sich zu bleiben. Ihre Nachkommen wachsen hier auf. Eine Perspektive haben sie aber nur mit guter Bildung. Welche speziellen Probleme gibt es hier? Welche Maßnahmen müssten ergriffen werden? Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es? Was plant der Berliner Senat?
Mit: Ertekin Özcan (Jurist, Politologe, Lyriker und Gründungsvorsitzender u.a. der HDF, TGD und des TEVBB, Autor des Buches »Türkische Immigrantenorganisationen in der Bundesrepublik Deutschland«)
Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de
Do 22. Juni, 19–22 Uhr
Entscheidung für die Demokratie: Die Zukunft der Zivilgesellschaft in der Türkei
Wir wollen die gegenwärtigen Spannungen in der Türkei jenseits von Verschwörungstheorien verstehen. Vor dem Hintergrund des autoritären Sicherheitsdenkens und neoliberalen Gesellschaftsmodells in der Türkei befassen wir uns mit den vielfältigen Facetten der jüngsten Entwicklungen. Wer sind die Akteure der »neuen Türkei«, welche Motivationen liegen ihren Handlungen zu Grunde und welche politischen Ziele verfolgen sie? Welche Perspektiven hat die demokratische Zivilgesellschaft?
Mit: Mehmet Gökhan Tuncer (Sozialwissenschaftler, HU Berlin)
Anmeldung erbeten unter anmeldung[at]august-bebel-institut.de